16. Juli 2019

GESUNDHEIT

KOLUMNE von Mag. Wolfgang Rizy

Gut zu Fuß


Mag. Wolfgang Rizy, Apotheke Grieskirchen, Kontakt: 07248/62661, office@rizy.at

Vorbei die Zeit der langen Hosen und warmen Stiefel. Shorts, Röcke und Sandalen haben die Straßen zurückerobert, und das alles könnte so schön sein, wenn nicht der Winter seine Spuren an unseren Füßen hinterlassen hätte. Hornhaut oder Nagelprobleme ganz unten, Besenreiser weiter oben – es gibt viel zu tun. „Gehen“ wir’s an, damit wir gut zu Fuß sind!
    
Blickfang Besenreiser
Sie stellen zwar keine direkte Gefahr dar, können aber die schönsten und schlankesten Beine verunstalten: Besenreiser und Krampfadern, die ihre Ursache in einer Venenschwäche haben. Sind die Venen bereits groß und knubbelig, spricht man von sogenannten Krampfadern, welche nur vom Arzt chirurgisch entfernt werden können. Gegen die leichte Form, die Besenreiser, kann man selbst und vor allem vorbeugend etwas tun.
Hier ist die tägliche Behandlung mit Venensalben Pflicht. Ideal sind Präparate mit Extrakten aus rotem Weinlaub und Rosskastanie, während man bei einer vorliegenden Venenentzündung zu heparinhältigen Cremen greifen sollte. Die Form der Anwendung bleibt dabei Ihrem Geschmack überlassen. Gele wirken gleichzeitig kühlend, trocknen die Haut jedoch eher aus, während Cremen die Haut pflegen und zum Teil über einen höheren Wirkstoffgehalt verfügen. Besonders praktisch für unterwegs sind die abkühlenden und abschwellenden Venensprays.
Eine ideale Unterstützung von innen heraus bieten Kapseln oder Tabletten. Sie enthalten bewährte Stoffe wie Weinlaub, Rutin und Mäusedorn, welche die Fließeigenschaften des Blutes verbessern und gefäßabdichtend wirken. Darüber hinaus unterstützt das aus Traubenkernen gewonnene OPC durch seine antioxidativen Eigenschaften die Zellregeneration.

Tipps zur Venenstärkung

Es gibt ein paar einfach Dinge, mit denen Sie Ihre Venen während des Tages stärken können. Ganz wichtig: bei vorwiegend sitzender Tätigkeit keine engen Hosen oder einschneidende Kleidung tragen. Auch das Übereinanderschlagen der Beine trägt nicht wirklich zur Entlastung der Venen bei. Müssen Sie bei Ihrem Beruf viel stehen, empfiehlt es sich, Stützstrümpfe zu tragen – im Sitzen oder auf langen Reisen sind Stütz-Kniestrümpfe ideal.
Am besten ist natürlich immer Bewegung, denn die Arbeit der Beinmuskulatur unterstützt die Venentätigkeit auf natürliche Weise. Versuchen Sie in Pausen oder wenn Sie irgendwo warten bzw. anstehen müssen, doch eine kleine Übung: beide Fersen vom Boden abheben, die Stellung für einige Sekunden halten und wieder absenken. Das fördert die Durchblutung und trainiert zugleich die Beine.