14. Oktober 2019

AKTUELLES

Erschreckend arm

„Es war ein einmaliges Erlebnis“

In zehn Tagen fuhren Ing. Jürgen Otteneder (39) aus Schlüßlberg und Patrick Winter (40) aus Krenglbach beim „Schlagloch Rodeo“ mit einem 24 Jahre alten Auto 5.277 km durch elf Balkanländer. Die Tour war reich an Pannen und unvergesslichen Eindrücken. „Ein einmaliges Erlebnis“, so die beiden „Benzinbrüder“.


Steinpisten und Flussdurchfahrten pflasterten den Weg.

Die erste Panne gab es schon bei der Anreise zum Rallye-Start in Graz: Der Lüfter streikte, also fuhr man ab sofort mit eingeschalteter Klimaanlage, da läuft der Lüfter mit. Später wurde auf den vielen Pass-Straßen am heißen Balkan auch die Heizung immer voll aufgedreht, „sonst wäre der Motor in unserem vollbeladenen, schweren  Allrad-Ford-Mondeo Kombi heiß gelaufen,“ erzählt Jürgen Otteneder.
Ernste Probleme machte gleich in den ersten Tagen die Hinterachse. In der vierten aufgesuchten Werkstätte in Rumänien fand man endlich eine Schweißanlage und Hilfe. „Ansonsten hat bis auf eine kaputte Sicherung unser 24 Jahre altes Auto sehr gut gehalten,“ so die „Benzinbrüder“ aus dem Landl. Und das ist nicht selbstverständlich, „denn wir haben bewusst Mautstraßen und Autobahnen vermieden und sind über Schotterpisten und Flussdurchfahrten oft in sehr verlassene Regionen gekommen. So haben wir Land und Leute intensiv kennengelernt.“ An einem Tag kam man gleich in vier Länder: Bulgarien, Griechenland, Nordmazedonien und Albanien.
Jürgen Otteneder: „Dabei begegneten wir mitten in Europa auch erschreckender Armut, vor allem in Albanien, Rumänien, Griechenland.“ Überschwänglich Freude und Dankbarkeit lösten Jürgen und Patrick in einer albanischen Missionsstation aus. Das Duo übergab den Kindern neue Schuhe im Wert von 1.000 Euro, gespendet von der Firma VTA in Rottenbach, und 300 Sonnenbrillen, gespendet von Sam Eyewear in Peuerbach.
Bei der Einreise in den Kosovo kassierte ein Grenzbeamter zehn Euro Strafe, weil man in der Kühlbox eine Schweinswurst dabei hatte. „Illegal“, meinte der Zöllner. Beleg gab es keinen.
Fast alle 75 Teams erreichten das Ziel in Zadar (Kroatien). Von dort ging es durch das 12. Land, Slowenien,  heim ins Landl.