07. Dezember 2019

AKTUELLES

Ex-Schnitzer legte mit Schülern und Lehrern gekonnt Hand an

Krippe entstand im Blitztempo


Mit den Schulkindern freuen sich über die neue Krippe (v. l.): Bgm. Manfred Mühlböck, Dir. Thomas Ferchhumer, Vize-Bgm. Hermann Stockinger, Pfarrgemeinderatsobmann Josef Mair, Anton Kaltenberger und Pfarradministrator Jaroslaw Niemyjski.

Es war Mitte November, als Anton Kaltenberger bei Thomas Ferchhumer, dem Direktor der NMS in St. Agatha vorstellig wurde. „Könnte nicht die Schule gemeinsam mit ihm eine Krippe mit lebensechten Figuren basteln?“ fragte der Pensionist den Pädagogen. Und der ließ sich nicht zweimal fragen. „Ich hätte es nicht ausgehalten, wenn diese Idee nichts geworden wäre,“ so Ferchhumer.
Jetzt war aber Eile geboten. Die örtlichen Tischlereien Burgstaller und Haider stellten gratis Holzplatten zur Verfügung, vom Waizenkirchner Sägewerk Hager kam günstig das Holz für den mannshohen Stall. Der Schuldirektor entwarf mit Vorlagen aus dem Internet die Krippenfiguren und übertrug sie auf die Holzplatten. Werklehrer Andreas Osterberger schnitt die Figuren aus. Mädchen und Buben der 3a-Klasse übernahmen die Schleifarbeit und das Bemalen.
In der Zwischenzeit zimmmerten in der Werkstatt von Anton Kaltenberger, der bis zu einer Erkrankung hervorragende Werkarbeiten und Schnitzereien fertigte, mehrere Viertklassler und Pfarrgemeinderatsobmann Josef Mair fachgerecht einen soliden Stall.
Weil auch in der Freizeit gearbeitet wurde, war nach zwei Wochen das „Krippen-Wunder“ perfekt. Am 30. November zog bei einer Feierstunde mit Bevölkerung und Schülerchor die Heilige Familie mit Schafen, Ochs und Esel in ihre neue Behausung neben der Pfarrkirche ein. Dort soll sie nun jedes Jahr wohnen.